KAFFEE ODER GYM

Welche Rolle spielen Mitarbeiter Vorteile im Kampf um die besten Talente?



(M)ein Erfahrungsbericht aus 15 Jahren Berufsleben.


Ich kann mich noch gut an die Zeit bei einem meiner ersten Arbeitgeber in der Bankenwelt erinnern. Damals, vor gut 15 Jahren, haben sich meine KollegInnnen und ich wahnsinnig darüber aufgeregt, dass der Kaffee in der Kantine plötzlich nicht mehr kostenfrei war. Was haben wir uns aufgeregt. Sodom und Gomorra!


Aber hat jemand von uns deswegen den Job gekündigt und ist zur Konkurrenz gewechselt? Natürlich nicht. Waren wir also alle nur jämmerliche Jammerlappen? So weit würde ich nicht gehen. Die Zeit war eine andere. Zur Erinnerung: Im Januar 2007 hatte Steve Jobs gerade das erste iPhone vorgestellt. Der offizielle Launch von Facebook in Deutschland (mit der Domain facebook.de) lag noch in der Zukunft. Digitale Steinzeit also.


Eine Firma, die heute eine solche Anti-Kaffee Entscheidung trifft, riskiert nicht nur negative Bewertungen auf Bewertungsplattformen wie kununu.de. (Beispiele aus einer spontanen Google Suche Beispiel 1 - Beispiel 2 ). Aufgrund des immer stärker werdenden War for Talents kann eine solche Entscheidung auch zu Mitarbeiterfluktuation führen. Klingt hart? Ist doch nur Kaffee? An dieser Stelle käme im TV jetzt der Hinweis "Bitte (zuhause) nicht ausprobieren. Ist gefährlich!"




Mit den richtigen Employee Benefit im War for Talents bestehen


Kurz gesagt: Mitarbeitervorteile - auch Employee Benefits genannt - sind ein heiliges Gut. In der heutigen Zeit von extremem Fachkräftemangel sind sie ein wichtiges Entscheidungskriterium für bzw. gegen einen Arbeitgeber. Laut einer Studie von Kienbaum waren schon 2015 74% aller befragten Personalverantwortlichen der Überzeugung, dass die Arbeitgeberattraktivität maßgeblich ist, um auf den Fachkräftemangel zu reagieren.


Was können Verantwortliche also tun, um die Attraktivität des eigenen Unternehmens zu verbessern und sich von der Konkurrenz abzuheben? Gratis Kaffee kann schließlich jede/r. Eine Studie vom Harvard Business Review hat sich 2017 genau mit dieser Frage beschäftigt. Neben den üblichen Verdächtigen wie "Mehr Urlaub" oder "Flexible Arbeitszeiten" tauchen in den Top 20 auch "Gratis Fitnessstudio Mitgliedschaft" und "Gym am Arbeitsplatz" auf (Link zur Studie). Laut einer Studie von Cushman & Wakefield aus 2020 wünschen sich sogar 54% aller Befragten ein Gym am Arbeitsplatz (Link zur Studie).


Um dem immer stärker werdenden Fachkräftemangel zu begegnen, können Firmen mit einem eigenen kleinen Fitness- oder Yogastudio also einen echten Wettbewerbsvorteil im War for Talents schaffen. Doch nicht nur das. Sie fördern so gleichzeitig die körperliche und seelische Gesundheit der MitarbeiterInnen (Link zur Quelle), was nachweislich zu mehr Zufriedenheit und weniger Fehltagen führt.



Das Büro muss mehr sein als nur ein Arbeitsplatz


Das bringt mich zurück zu meinem alten ich in der Bankenwelt. Denn während bei der einen Bank der Kaffee gestrichen wurde, durfte ich einige Jahre später bei Bank of America Merrill Lynch den Luxus eines eigenen Gyms im Erdgeschoss genießen. Ich konnte jederzeit während meiner Arbeitszeit (!) ein paar Kilometer auf dem Laufband zurücklegen, auf dem Ergometer in die Pedale treten oder meinen Stress an den Gewichten ablassen. Ach ja, Duschen gab es natürlich auch - einer zusätzlicher Luxus auch für diejenigen, die mit dem Rad zur Arbeit kommen und das gerne als Trainingseinheit nutzen.


In einer Zeit, in der ich problemlos von zu Hause arbeiten kann, wäre das für mich heute definitiv ein Grund, wieder öfter mal im Büro vorbeizuschauen!


Autor: Andri Stocker, Co-Founder Hidden


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